Experten-Forum
am
Dienstag, 17. Februar 2004
mit
Marco Beckmann
Berater des
H&A Lux DAC NANOTECH-FONDS
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Herzlich Willkommen im Experten-Forum bei Nano-Invests.de
Marco Beckmann, Berater des H&A Lux DAC NANOTECH-FONDS, stand den Anlegern bei Nano-Invests.de am 17.02.2004 für Fragen zur Verfügung.
Im folgenden finden Sie die Zusammenstellung der Fragen und Antworten.
Thema: Experten-Forum 30. September 2003
von Nano-Invests.de
Herzlich Willkommen im Experten Forum!
mit
Marco Beckmann
Wir wünschen allen Beteiligten viel Spaß!
Ihr Nano-Invests Team
Marco Beckmann
Hallo liebe Nano-Investoren,
ich freue mich heute wieder hier bei nano-invests.de zu sein und Ihnen für eine Stunde Fragen rund um das Thema Nanotechnologie-Aktien beantworten zu dürfen. Da ich in letzter Zeit sehr viele Mails mit dem Inhalt „Bitte empfehlen Sie mir…“ bekomme, möchte ich anfangs noch einmal darauf hinweisen, dass es sich bei den Antworten selbstverständlich immer um allgemeine Informationen handelt und nicht Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf spezieller Aktien. Auch das von mir geführte und beratene Unternehmen in manche der angesprochenen Aktien investiert sein können, sollte sich jeder bewusst machen.
Marco Beckmann
Smallcaps
von harrisharry
Welche Smallcaps kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch kaufen? Irgendein Geheimtip?
Marco Beckmann
Es gibt eine ganze Reihe aussichtsreicher Smallcaps, in die man zum aktuellen Zeitpunkt noch mit gutem Gewissen investieren kann. Als Beispiel fallen mir spontan die zahlreichen Unternehmen an, die im Bereich Nanotechnologie tätig sind aber von Anlegern noch überhaupt nicht diesem Bereich zugeordnet werden. Viele dieser Unternehmen verfügen dank Nanotechnologie über ein weit überdurchschnittliches Potenzial, sind aber noch nicht in den Fokus der Anleger geraten. Während Anleger gegenwärtig sehr oft in überbewerte Unternehmen mit „Nano-Namen“ investieren, wird die große Masse der Nanotech-Unternehmen komplett ignoriert. Als Smallcap-Beispiele sind Unternehmen wie Advanced Magnetics Inc. (US-Kürzel AVM / WKN: 883245) oder Tripos Inc (US-Kürzel TRPS / WKN 891408)zu nennen. AVM entwickelt Nanopartikel für pharmazeutische Anwendungen, Tripos ist ein Anbieter von Software für die Nanotechnologie (computer-aided molecular design). Beide Unternehmen sind klassische Beispiele für eine Vielzahl von Smallcaps, die von Anlegern noch nicht dem Bereich Nanotechnologie zugeordnet werden.
Nanosys
von harrisharry
Wie beurteilen Sie Nanosys ? Wann wird es zum IPO kommen?
Stimmt es , dass Nanosys das Topnanounternehmen ist ?
Marco Beckmann
Nanosys überzeugt durch seine hervorragende Positionierung im Markt mit Technologien die über Anwendungspotenzial in den unterschiedlichsten Industriebereichen verfügen. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bewiesen, wie man durch ein relativ aggressives Vorgehen innerhalb kürzester Zeit ein durchaus aussichtsreiches Unternehmen "auf die Beine stellen" kann. Nanosys könnte bei entsprechend positiver Marktlage noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Dies hängt natürlich von einer ganzen Reihe unterschiedlicher Faktoren ab. Sicher ist allerdings, dass Nanosys insbesondere von amerikanischen Investoren und Medien gerne als eines der führenden Nanotech-Unternehmen bezeichnet wird. Grund für diese Euphorie ist nicht zuletzt CEO Larry Bock, der sich mit der Gründung von zahlreichen andern Biotech-Unternehmen bereits einen Namen als exzellenter Unternehmer gemacht hat. Für Anleger interessant: Bock gründete Unternehmen wie Pharmacopeia oder Caliper, die mittlerweile alle über recht ansehnliche Größen verfügen. Allein seine Erfahrung und Kontakte lassen viele darauf spekulieren, dass Nanosys sich in relativ absehbarer Zeit zu einem der Top Unternehmen im Bereich Nanotechnologie entwickeln wird.
Thema: DAC-Fond
von harrisharry
Haben Sie schon Unternehmen im Blickfeld, an denen sich der Dac Fond vorbörslich beteiligen wird ? Wieviel Prozent des Fondvolumens werden in vorbörsliche Beteiligungen investiert ?
Marco Beckmann
Der H&A Lux DAC NANOTECH darf bis zu 10 Prozent seines Volumens in nicht-börsennotierte Unternehmen investieren. Von dieser Möglichkeit wollen wir schon in den nächsten Monaten konsequent gebrauch machen. Wir befinden uns aktuell in Gesprächen und konkreten Verhandlungen mit einer Reihe von (noch) nicht börsennotierten Unternehmen. In der Tat sehen wir hier aufgrund unserer guten Kontakte in die Nanotechnologie-Szene eine hervorragende Möglichkeit für unsere Anleger, durch die Investition in Pre-IPOs zusätzliche Chancen in diesem Sektor wahrzunehmen. Viele herausragende Unternehmen sind noch nicht an der Börse notiert, so dass wir auch auf diesem Gebiet noch zusätzliches Potenzial für die künftige Performance unseres Fonds sehen.
Thema: Ambri
von harrisharry
Wie schätzen Sie AMBRI ein ?
Grüsse, harrisharry
von ich
am Bsp. AMBRI
1)
Wer darf/ kann die Einbeziehung von Firmen zum Handel in Deutschland
beantragen/ durchführen ?
2)
Ist dies auch ohne Kenntnis der Firmen möglich ?
Grüsse ich
Marco Beckmann
zur Frage von harrisharry:
Ambri verfügt über eine hochinteressante Biosensor-Plattformtechnologie: Die Biosensoren des Unternehmens dienen nicht nur der Entwicklung von therapeutischen Wirkstoffen, sondern auch der hocheffizienten Kontrolle von Luft- und Wasserwerten, der Überprüfung von Schadstoffkonzentrationen in Nahrungsmitteln, als Sensoren für Biowaffen sowie medizinische Tests. Besonders positiv zu bewerten ist, dass die von Ambri entwickelten Biosensoren sich nicht nur für die klassische Laboranwendung, sondern regelmäßig auch für den Heimgebrauch eignen. Durch diesen Innovationsschub eröffnet sich dem Unternehmen ein beachtlicher Markt. Für die Zukunft bleibt abzuwarten, ob wichtige Meilensteine erreicht werden und es dem Unternehmen letztendlich gelingt, die viel versprechende Technologie erfolgreich zu kommerzialisieren.
Meinem Wissen nach können die deutschen Börsen Aktien ausländischer Unternehmen im Verfahren eines so genannten „Zweitlistings“ handeln, wenn diese am regulierten Markt einer ausländischen Börse gehandelt werden. Wer den Handel eines Unternehmens in Deutschland beantragen darf, hängt letztendlich vom Reglement der entsprechenden Börse ab. Im Normalfall wird es sich wohl um einen Handelsteilnehmer handeln.
Bei einem Zweitlistingverfahren werden die Unternehmen zwar in Kenntnis gesetzt, sie haben auf die Entscheidung der Börse allerdings meinem Wissen nach keinen Einfluss. Diese Zweitnotierung ist ja letztendlich auch nichts anderes, als wenn beispielsweise ein deutsches Unternehmen in Frankfurt an die Börse geht und dann künftig (durch Zweitlisting) auch in Stuttgart oder München gehandelt wird.
Thema: AMR Wie gehts weiter?
von Lodge
Frage an Herrn Beckmann:
Sind Sie weiterhin positiv eingestellt zu AMR. Wie gehts weiter, was erwarten Sie noch für dieses Jahr?
Wann kommen da Zahlen? Warum liegt der Wert nach Umsätzen und Bekanntheit noch im Dornrösschen Sclaf?
Marco Beckmann
Ich halte AMR Technologies aufgrund seiner Produkte und seiner Fundamentaldaten für ein herausragendes Nanotechnologie-Unternehmen. Bis vor kurzem war es eines der Beispiele für die zahlreichen Nanotech-Unternehmen im Dornröschen-Schlaf. Mit der Meldung „AMR announces major new nanotechnology application“ vom 9. Februar wurde den wilden Nanotech-Spekualtionen allerdings Tür und Tor geöffnet. In den kommenden Wochen könnte das Unternehmen allein aufgrund dieser Meldung für einen weiten Kreis von Anlegern sehr interessant werden. Kursentwicklungen wie wir sie bei ähnlichen Unternehmen gesehen haben erscheinen auch hier für wahrscheinlich. Anleger sollten sich darüber bewusst werden, dass AMR aufgrund dieser Meldung schon heute über einen entsprechenden Nanotech-Aufschlag verfügt. Die Zahlen für 2003 dürften in den nächsten Tagen erwartet werden.
Thema: Nanohype- oder Hysterie?
von stahlwade
Hallo Herr Beckmann,
Würden sie im Moment schon von übertriebenen Kurssteigerungen im Nanosektor sprechen und sind,am Beispiel Biophan, prozentuale Gewinne von mehr als 300% gerechtfertigt?
Marco Beckmann
Auch ich sehe gegenwärtig übertriebene Kurssteigerungen im Nanosektor, allerdings beschränken sich diese Übertreibungen auf etwa 10 Prozent der Nanotech-Unternehmen. Die Situation ist meiner Meinung nach folgende: Von den mehr als 170 kleinen und mittelgroßen börsennotierten Nanotech-Unternehmen stehen etwa 10 Prozent im Zentrum der Aufmerksamkeit. Manche dieser Unternehmen sind bereits heute deutlich überbewertet. In Unternehmen wie die von Ihnen angesprochene Biophan sollte man daher meiner Meinung nach eher zu einem Zeitpunkt investieren, zu dem die Unternehmen noch günstig und unbekannt sind. Wer in so ein Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt einsteigt, der muss nach dem zuletzt starken Anstieg auch mit herben Rücksetzern rechnen.
Allerdings sind sowohl institutionelle als auch private Anleger gegenwärtig offensichtlich nicht in der Lage, die Vielzahl der börsennotierten Nanotech-Unternehmen überhaupt ausfindig zu machen. Anleger stürzen sich daher auf Unternehmen mit „Nano-Namen“ und Medien berichten über einen neuen „Nano-Hype“. In Wirklichkeit sind die interesanntesten Unternehmen mit „Nano-Namen“ allerdings noch überhaupt nicht börsennotiert und auch 90 Prozent aller Nanotech-Aktien wurden von Anlegern noch überhaupt nicht als solche identifiziert. Von einem neuen Hype zu sprechen ist daher sicher noch sehr verfrüht. Vielmehr erleben wir gegenwärtig einen „Hype um einen Hype“.
Ich bin davon überzeugt, dass sich die Nanotechnologie letztendlich aufgrund ihres Innovationspotenzial in den nächsten Jahren zu einem überragendem Wachstumsmotor entwickeln wird. Dass man dabei nicht in die schon heute überteuerten Unternehmen investieren muss, beweisen wir mit unserem Fonds: Wir investieren mit dem H&A Lux DAC NANOTECH nicht in ambitioniert bewertete Unternehmen wie "Nanogen" oder "US Global Nanospace", da es zu jedem dieser Unternehmen deutlich günstigere (und unbekannte) Mitbewerber und Konkurrenten gibt. Die erfreulichen Quartalszahlen unserer weitgehend unbekannten Nanotech-Unternehmen im Fonds haben seit Jahresbeginn zu einer positiven Performance geführt. Diese Strategie kann ich auch Privatanlegern weiterempfehlen: Investieren sie in Nanotech-Werte aus der zweiten und dritten Reihe, die aufgrund ihrer Nanotechnologie über ein überragendes Potenzial verfügen. Hier gibt es so viele unentdeckte Schätze, dass investieren zum gegenwärtigen Zeitpunkt große Freude bereitet.
Thema:Anteilsinhaber DAC-Fonds
von Garden
Hallo Herr Beckmann,
können Sie Aussagen über die Anteilseigner des DAC-Fonds machen.
Inwieweit handelt es sich um Streubeseitz,
inwieweit sind Institutionelle engagiert,
inwieweit ist der DAC selbst egngagiert und bringt den Fonds auf die nötige kritische Größe?
Vielen Dank!
Marco Beckmann
Als wir Anfang September 2003 starteten, wurde der Fonds mit 150.000 Euro „Startkapital“ der beteiligten Institutionen ausgestattet. Heute befinden sich die Anteile des H&A Lux DAC NANOTECH zum größten Teil in der Hand von Privatanlegern. Was mich persönlich besonders freut: Insbesondere in den vergangenen Wochen gelang es uns, zahlreiche führende institutionelle Adressen von der hohen Qualität unseres Fonds zu überzeugen und unter anderem mit diesen Zuflüssen ein Volumen von aktuell über 18 Millionen Euro zu erreichen. Mittlerweile erfahren wir für unser Konzept und unsere Investment-Strategie regen Zuspruch von institutioneller Seite, so dass neben den privaten auch immer mehr Institutionelle in den H&A Lux DAC NANOTECH investieren. Gerade die Investitionen von Dachfonds dürften sich in Zukunft noch verstärken, da viele Institutionelle sich dem Thema Nanotechnologie erst seit kurzem zuwenden und erst jetzt die großen Chancen in diesem Sektor erkennen.
Thema:OBDUCAT
von harrisharry
Wie wird es weitergehen ? Was plant das Management?
Wird es bald neue Nachrichten geben ? Kooperationen, neue Partner, Kunden etc ?
von stahlwade
Welchen "entscheidenden" Vorteil sehen sie für das noch junge Unternehmen gegenüber "gleichaltrigen Mitkonkurenten" sowie den Big Playern die ja mit Sicherheit auch in diesem Bereich Forschungen mit wesentlich höherem Etat betreiben!?
Marco Beckmann
Obducat ist mit seiner Nano-Imprint-Lithographie (NIL) als eines von wenigen Unternehmen in einem Bereich tätig, dem von unterschiedlichsten Stellen extrem großes Potenzial vorhergesagt wird. Das Unternehmen hat sich in diesem Sektor gut positioniert und arbeitet gerade daran, den wachsenden Markt auch in Zukunft entscheidend zu begleiten. Die beginnende Kommerzialisierung seiner Technologie hat das Unternehmen bereits gemeistert. Anleger sollten sich immer vor Augen halten, dass der komplette Bereich NIL allerdings erst in seiner frühsten Phase der Entwicklung steht. Zwar wird der NIL grundsätzlich zugetraut, dass mit ihr in Zukunft sogar Computerchips in Massenproduktion hergestellt werden könnten. Bis es allerdings so weit ist, dürfte noch einige Zeit vergehen.
Selbstverständlich kann ich Ihnen auch nicht sagen, ob es bald neue Nachrichten, Kooperationen, neue Partner oder Kunden gibt. Die Kommunikation bzgl. neuer Kooperationen und Kunden wurde von Obducat aus verschiedenen Gründen in den vergangenen Monaten restriktiv gehandhabt. Dies sehe ich allerdings nicht unbedingt als Nachteil: Es wird gegenwärtig von manchen Nanotech-Unternehmen auch viel Unrelevantes veröffentlicht.
Anleger sollten sich bei einer Investition in Obducat immer das entsprechende Risiko vor Augen halten: Man investiert zwar in ein sehr aussichtsreiches Gebiet, dieses Investment ist allerdings auch mit einem entsprechendem Risiko verbunden. Anleger sollten sich darüber bewusst sein, dass sich das Potenzial der NIL über viele Jahre entfalten wird und daher vom Unternehmen nicht Meldungen im Wochentakt erwartet werden können.
Thema: Thema: Experten-Forum 30. September 2003
Marco Beckmann
Liebe Nano-Investoren,
leider ist die Stunde schon wieder längst vorbei und ich habe bereits 40 Minuten überzogen. Die noch offenen Fragen werde ich sehr gerne beim nächsten Experten-Forum beantworten. Vielen Dank an die Organisatoren und an die Boardteilnehmer für das rege Interesse sowie die fundierten Fragen zum Thema.
Viel Erfolg beim Investieren und bis zum nächsten Mal!
Marco Beckmann
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