Experten-Forum
am
Dienstag, 15. Februar 2005
mit
Marco Beckmann
Berater des
H&A Lux DAC NANOTECH-FONDS
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Herzlich Willkommen im Experten-Forum bei Nano-Invests.de
Marco Beckmann, Berater des H&A Lux DAC NANOTECH-FONDS, stand den Anlegern bei Nano-Invests.de am 15.02.2005 für Fragen zur Verfügung.
Im folgenden finden Sie die Zusammenstellung der Fragen und Antworten.
Thema: Herzlich Willkommen im Experten Forum mit Marco Beckmann!
von Nano-Invests.de
Herzlich Willkommen im Experten Forum!
mit
Marco Beckmann
Herr Beckmann steht Ihnen am Dienstag, 15. Februar 2005 für Ihre Fragen zur Verfügung.
Sie können jedoch bereits vorab Ihre Fragen stellen.
Bitte eröffnen Sie für Ihre Fragen jeweils ein neues Thema.
Wir wünschen allen Beteiligten viel Spaß!
Marco Beckmann
Hallo liebe Nano-Investoren,
schön mal wieder hier bei nano-invests.de zu sein und Ihnen für eine Stunde Fragen beantworten zu dürfen. Ich freue mich über die zahlreichen Fragen, werde aber sicher nur ein Bruchteil in der kommenden Stunde beantworten können. Alle nach dieser Stunde noch offenen Fragen (sicher eine Menge) werden von mir so schnell wie möglich beantwortet, spätestens bis Ende der Woche sollten wir dann mit allen Fragen durch sein.
Auch heute gilt wie immer: Meine Antworten sind lediglich allgemeine Informationen und nicht Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf spezieller Aktien. Auch das sowohl von mir geführte als auch von mir beratene Unternehmen in manche der angesprochenen Aktien investiert sein können, sollte sich jeder bewusst machen.
Marco Beckmann
Thema: Ambri
von harrisharry
Hallo Herr Beckmann
Wie schätzen Sie die Situation der australischen Ambri ein ?
Marco Beckmann
Hallo harrisharry,
an der positiven Einschätzung für die aussichtsreiche Technologie von Ambri hat sich nach wie vor nichts geändert. Allerdings zeigt der Aktienkurs recht deutlich, dass das Unternehmen die Kommerzialisierung seiner Technologie im Moment nicht wie erhofft bewerkstelligt und sich die Kapitalmarktteilnehmer vom Unternehmen abwenden. Erst heute Morgen schlossen die Aktien des Unternehmens in Australien erneut auf einem 52-Wochen-Tiefstkurs und auch die Börsenbewertung ist mit gegenwärtig 19,73 Millionen Australischen Dollar (knapp 12 Millionen Euro) mittlerweile zu klein für institutionelle Anleger.
Ambri wird für Anleger wohl erst nach der Veröffentlichung positiver Meldungen wieder interessant, bis dahin ist das Unternehmen wohl nur für Zocker interessant. Spannend können noch einmal die Zahlen am 28. Februar werden, denn diese werden uns verdeutlichen wo die Reise in den kommenden Monaten hingehen könnte.
Marco Beckmann
Polaron
von harrisharry
Was halten Sie von dem britischen Unternehmen Polaron ?
Marco Beckmann
Hallo harrisharry,
Polaron gefällt mir gut. Das Unternehmen mit einem KGV von 44 befindet sich auf einem soliden Wachstumskurs und könnte sich in den kommenden Jahren zum Liebling der Investoren mausern. Der Wert leidete in der Vergangenheit darunter, dass Nanotechnologie bei britischen Investoren überhaupt kein Thema war. Mit einem aufkeimenden Interesse von Seiten der Anlegerschaft dürften sich auch höhere Kurse einstellen, denn das Unternehmen ist allem Anschein nach wirklich auf dem richtigen Weg. Ausrüster zählen nach wie vor zu den ersten Profiteuren der Nanotechnologie und mit seiner Tochter "Oxford nanoScience Ltd" ist Polaron hervorragend aufgestellt.
Marco Beckmann
Thema: DAC-Nanofond
von harrisharry
Wie hoch ist der Anteil der vorbörslichen Beteiligungen ?
In welche Unternehmen haben Sie investiert ?
Wann werden die ersten Börsengänge erwartet ?
Marco Beckmann
Hallo harrisharry,
leider kann ich keine Namen nennen, der Anteil der vorbörslichen Beteiligungen wird aber voraussichtlich Mitte des Jahres bis 10 Prozent des Fondsvolumens betragen. Bei den Unternehmen handelt es sich fast ausschließlich um Pre-IPOs aus den USA. Bei der Auswahl der vorbörslichen Beteiligungen wurde darauf geachtet, dass jedes ausgewählte Unternehmen den Börsengang innerhalb einer Jahresfrist plant. Sollte die IPO-Welle im Nanotechbereich anrollen, kommt also auf Anleger ein angenehmer Performance-Schub zu. Mancher Optimist traut den vorbörslichen Beteiligungen schon das Potenzial zur Verzehnfachung zu. Wie dem auch sei, die Beteiligung an aussichtsreichen Nanotech-Pre-IPOs bringt dem DAC Nanotech-Fonds ein weltweites Alleinstellungsmerkmal im Bereich Aktienfonds, von dem Anleger profitieren können.
Marco Beckmann
Thema: Obducat
von harrisharry
Wie schätzen Sie die Lage von Obducat ein .
Hat das Unternehmen seine Vormachtstellung gegenüber den amerikanischen Unternehmen verloren ?
Wann erwarten Sie news, wie z.B. der Beginn der Massenproduktion, etc ?
Sind Sie noch immer von Obducat überzeugt ?
Marco Beckmann
Hallo harrisharry,
Obducat hat seine Vormachtstellung gegenüber amerikanischen Unternehmen nicht verloren. Dem schwedischen Unternehmen macht allerdings zu schaffen, dass sich Mitbewerber selbst mit weitaus geringerem Marktanteil deutlich besser kommunizieren und so ein verzerrtes Bild von den tatsächlichen Marktbegebenheiten erzeugen. Aus meiner Sicht besteht hier großer Handlungsbedarf, denn beispielsweise eine bessere IR ist ein einfaches Werkzeug um den Shareholder-Value nachhaltig zu steigern. NIL ist und bleibt eine der aussichtsreichsten Technologien im Nanotechnologie-Sektor überhaupt. Vor einem möglichen Einsatz im Bereich der Halbleiterindustrie (der einen Multi-Milliardenmarkt bedeuten würde) stehen aber noch viele Jahre. Erste Anwendungsgebiete sind die Biotechnologie und Datenspeicher, die in absehbarer Zeit relevant werden dürften. Wann genau der erste Auftrag zur Massenproduktion kommt, kann nur der entsprechende Konzern bestimmen. Das NIL den Eintritt in die Massenfertigung schaffen wird, ist technologisch absehbar. Das Obducat als Marktführer mit Geräten bei vielen potenziellen Kunden im Moment recht gute Karten hat, liegt auf der Hand. Da es bisher aber weltweit noch keine Anwendung mit NIL in der Massenproduktion gibt und alle auf "die erste" Massenanwendung warten, bleibt Obducat ein hoch spekulatives Investment.
Marco Beckmann
Thema: Nano in der Reinigung
von gratho
Wie weit ist die Nano Entwicklung in der Reinigung.
Glasfenster- Bodenbeschichtung
Marco Beckmann
Hallo gratho,
Nanotechnologie ist in der Reinigung bereits extrem weit fortgeschritten, da es sich bei diesen Anwendungen regelmäßig um Veredelungen von Oberflächen handelt die technologisch vergleichsweise leicht zu bewerkstelligen sind. Ganz interessant: Insbesondere in der Reinigungsmittel-Industrie machen gegenwärtig viele Nano-Produkte auf sich aufmerksam, die streng genommen gar keine "richtigen" nanotechnologischen Produkte sind. Immerhin eröffnen sie der breiten Bevölkerung schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die möglichen Anwendungsbereiche der Nanotechnologie und tragen so einen kleinen Beitrag zur Aufklärung über diese aussichtsreiche Technologie bei. Im Bereich Nanotechnologie in der Reinigung (oft als "Easy-to-Clean" bezeichnet) nimmt Deutschland übrigens weltweit eine absolute Spitzenposition ein, nicht zuletzt durch unsere etablierte Spezialchemie mit den großen Konzernen wie Degussa und Henkel. Typisch Deutsch: An kleinen und mittelgroßen börsennotierten Unternehmen aus diesem Bereich mangelt es noch.
Marco Beckmann
Thema: Nanotech und DAC-Fonds
von Rainer
Lieber Marco,
1. ich bitte Sie zum einen um eine Nanotech-Markteinschätzung für die nächsten 24 Monate.
2. Zum anderen bin ich interessiert zu erfahren wie lange der DAC-Nanofonds generell Titel hält und wie groß Ihr Engagement für den Fonds tatsächlich ist. Diese Fragen im Zusammenhang mit meiner Unzufriedenheit über die Fondsentwicklung insbesondere zwei Gesichtspunkten
a. In dem .com-Zusammenbruch stellte sich heraus, daß viele Fondsmanager Titel länger gehalten haben als doch einige Otto Normalanleger mit ihren StopLoss-Kursen - welches Fondseinbrüche und Verluste für Aktionäre immensen Ausmasses zur Folge hatte.
b. Sind Sie in Ihrem Engagement für NanostartAG und vermutlich vielen anderen internationalen Aktivitäten, zahlreichen Vorträgen etc.pp. wirklich in der Lage den Fonds betreuerisch zu beraten sodaß man auch davon ausgehen kann das schlechte Titel von Ihnen rechtzeitg erkannt werden und der/die Fondsmanager (sind diese anonymen Personen eigentlich ' vom Fach'???) im Fonds rechtzeitig eliminiert können?
Ich danke Ihnen für eine ehrliche Antwort.
Marco Beckmann
Hallo Rainer,
ich glaube ich kann Ihnen Ihre Angst um ein "zuwenig" an Engagement von meiner Seite für den DAC Nanotech-Fonds nehmen: Ich widme 100 Prozent meiner Arbeit dem Thema "Nanotechnologie & Investment" und meine Arbeit als Vorstand für die Nanostart AG ergänzt perfekt die Beratungstätigkeit für den Fonds. Schließlich muss man die Nanotechnologie-Szene als ganzes betrachten: Es langt ja bei weitem nicht sich die bereits börsennotierten Unternehmen anzuschauen und diese zu bewerten. Vielmehr müssen bei jeder Einschätzung eines börsennotierten Unternehmens im Bereich Nanotechnologie auch die nicht börsennotierten Mitbewerber berücksichtigt werden. Ich glaube es ist der richtige Ansatz tief in der Nanotechnologie-Szene verwurzelt zu sein. Jede Betrachtung von außen wäre schließlich nur ein "kratzen an der Oberfläche". Auch kann ich Sie beruhigen, dass Werte nur so lange gehalten werden, wie sie dynamisch wachsen. Sollten sich Einschätzungen ändern oder Unternehmen ihre Prognosen nach unten korrigieren, gibt es konsequent eine Empfehlung zum sofortigen Abbau der Position.
Was Sie verständlicher Weise ärgert, ist die bisherige Entwicklung des DAC Nanotech-Fonds. Einer der wesentlichen Faktoren hierfür ist, dass der DAC Nanotech-Fonds hauptsächlich in Werte investiert, die hervorragende Fundamentaldaten aufweisen, von Anlegern aber leider gegenwärtig überhaupt nicht der Nanotechnologie zugeordnet werden. Wenn Sie sich beispielsweise auf http://www.nanostart.de unter Fondsupdate die aktuellen Top 10-Holdings des Fonds anschauen, dann werden Sie feststellen das viele der Werte trotz eines hervorragenden fundamentalen Wachstums einfach noch nicht "gelaufen" oder sogar zurückgekommen sind. Alle Werte des Fonds verfügen prinzipiell über das Potenzial, sich zu vervielfachen, wenn Sie denn erstmal von der breiten Anlegermasse entdeckt wurden. Allerdings befinden wir uns im Moment noch in der Situation, dass das Thema Nanotechnologie an den Kapitalmärkten keine Rolle spielt. Dass die Mehrheit der Bevölkerung mit dem Begriff "Nanotechnologie" noch nichts anzufangen weiß, spiegelt sich auch auf die Marktteilnehmer wieder. Von den über 180 kleinen und mittelgroßen börsennotierten Unternehmen wird gegenwärtig gerade mal ein Bruchteil von Anlegern der Nanotechnologie zugeordnet. Auch die beiden Nanotechnologie-Aktienfonds sind ein Beleg dafür, dass das Thema Nanotechnologie die Kapitalmärkte noch nicht erreicht hat: Sie haben insgesamt ein Volumen von knapp über 50 Millionen Euro. Angesichts der schon heute großen wirtschaftlichen Bedeutung der Nanotechnologie zeigt diese Zahl recht eindrucksvoll, dass die Nanotechnologie in Finanzkreisen eigentlich noch gar nicht angekommen ist. Zum Vergleich: Selbst ein einziger Branchenfonds wie der DWS Telemedia (einer von unzähligen Fonds seiner Branche) hat ein Volumen von 542 Millionen Euro, also mehr als das zehnfache von allen Nanotechnologie-Fonds überhaupt. Solange die Nanotechnologie von Anlegern nicht wahrgenommen wird, werden auch die Bewertungen von hervorragend aufgestellten Unternehmen noch auf geringem Niveau verharren. Und solange dies der Fall ist, sollte man sich als Anleger über die günstigen Einstiegskurse freuen. Denn technologisch und wirtschaftlich absehbar ist, dass die Nanotechnologie schon sehr bald (eher als viele glauben) das maßgebliche Thema an den Kapitalmärkten wird. Und dann werden die heute noch günstigen Aktien bereits deutlich höher bewertet sein.
Marco Beckmann
Thema:Lieblings Nano Aktie
von greg
Hallo Marco,
wenn Sie Aktien von nur einem Nanotech Unternehmen besitzen dürften, welches wäre es?
Marco Beckmann
Hallo greg,
nur eine einzige „Lieblings Nano Aktie“ habe ich nicht. Bei den börsennotierten Unternehmen ist es eine ganze Reihe von Unternehmen, die fast absehbar vor Kursexplosionen stehen. Ich favorisiere gegenwärtig Unternehmen, die mit ihrer Nanotechnologie bestehende Märkte grundlegend verändern können und (noch) nicht in den Fokus der Anleger geraten sind, also quasi ein Schattendasein fristen. Wenn diese Unternehmen ihr Produkt bereits im Markt haben und über gute Fundamentaldaten verfügen, dann besteht schon aktuell die realistische Chance auf einen „Kursvervielfacher“. Aus verständlichen Gründen liegt es mir fern, diese noch unentdeckten Unternehmen zu veröffentlichen. Ich freue mich wenn in ein paar Monaten andere institutionelle Anleger die Werte entdecken und dann die Bewertungen entsprechend steigen.
Leider möchte ich Ihre Frage daher nicht beantworten, ich hoffe Sie haben dafür Verständnis.
Thema:Arrowhead
von greg
Lässt sich Arrowhead mit Harris & Harris vergleichen?
Bis zu welchem Aktienkurs raten Sie zum Kauf?
Marco Beckmann
Eigentlich lässt sich Harris & Harris nur begrenzt mit Arrowhead vergleichen, da Harris & Harris eine klassische Nanotechnologie-Beiteiligungsgesellschaft ist. Arrowhead hingegen gründet Unternehmen aus dem universitären Umfeld und baut sich parallel ein großes Patentportfolio auf. Im Idealfall verdient Harris & Harris durch den Exit (z.B. Verkauf, Börsengang) seiner Beteiligungen, Arrowhead hingegen durch das erfolgreiche wirtschaften seiner Tochtergesellschaften.
Da ich Ihr persönliches Risikoprofil nicht kenne, kann ich Ihnen verständlicherweise nicht pauschal zum Kauf der Arrowhead-Aktien raten. Nach meiner Einschätzung gehört die Arrowhead Research Corp. aufgrund ihrer guten Aufstellung allerdings zu den Unternehmen, die von einem deutlichen Kursschub profitieren dürften, wenn sich die Nanotechnologie als Anlagethema in Finanzkreisen etabliert.
Thema:nano vs. pico
von baca
Hallo Herr Beckmann,
ich freue mich ganz besonders, dass Sie mal wieder Zeit für eine Expertenrunde haben; vielen Dank dafür.
Einige Firmen geben seit einiger Zeit an, mittlerweile bereits im Pico-Bereich tätig zu sein. Vor noch ca. 1 Jahr wurde dies von mir als Marketing-Gag bezeichnet und auch so ähnlich bestätigt.
Wenn man aber Nano noch nicht mal richtig im Griff hat, wie dann Pico.
In welchen Bereichen würde bereits jetzt im Picometer-Bereich skaliert.
Herzlichst
baca
(nur zum Vergleich: nm = 1 milliardstel Meter, pico = 1 billionstel Meter).
Marco Beckmann
Hallo baca,
schenken Sie dem Rummel um „Pico“ in Sachen Investments keine Beachtung. Die verbreitete Meinung „nach Nanotechnologie kommt jetzt Picotechnologie“ ist eigentlich völlig aus der Luft gegriffen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Nanotechnologie bis hin zum Assembler werden Jahrzehnte andauern und Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern. Wichtig zu erkennen ist, dass sich das große Potenzial der Nanotechnologie nicht aus der geringen Größe der Produkte und Systeme (z.B. im Nanometerbereich) ergibt, sondern aufgrund der in diesen Dimensionen auftretenden Phänomene (Quantenphänomene, etc.) und der Fähigkeit Materialien mit begehrten Eigenschaften auf atomarer und molekularer Ebene gezielt zu konstruieren. Wenn nun in Teilbereichen der Forschung Größenverhältnisse im Picobereich anfallen, ist es recht wagemutig, bereits von einer Picotechnologie zu sprechen. Die Nanotechnologie ist daher auch kaum mit einer etwaigen „Picotechnologie“ vergleichbar.
Thema:Nanotechnologie, gleiches Schicksal wie Biotechnologie ?
von steph
Sehr geehrter Herr Beckmann,
vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben. Ich hätte folgende Frage:
Ich denke die Geschichte läuft analog zu Biotech ab. Erst dachte man die Blockbuster von morgen kommen von den Biotechs.
Wie es sich im Nachhinein rausgestellt hat, brauchen die Biotechs aber die grossen Pharmaziehersteller für Kooperationen und sie hatten Probleme die neuen Medikamente genehmigt zu kriegen. Es gibt nur ein grosses " Biotech" Unternehmen, das ist Genentech. Der Rest ist verschwindend gering. Anlage in Biotechs war nicht wirklich lukrativ. Da gibt es reihenweise Pleiten en masse.
Analog wird es bei Nanotech laufen. Vielleicht ein bis drei grosse Unternehmen, und den Rest macht IBM & Co.
Warum sollten sich die grossen von den Kleinen die Butter vom Brot nehmen lassen.
Man kann noch so ein tolles Produkt haben, der Vertrieb muss stimmen. Und das läuft weiterhin über die Grossen, und das wird in Zukunft auch so bleiben. Das ist meine Meinung.
Über eine Einschätzung würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank
Marco Beckmann
Hallo steph,
neben einigen Parallelen gibt es große fundamentale Unterschiede zum Bereich Biotechnologie. Die Biotechnologie ist ein sehr „enger“ Markt, es geht letztendlich nur um die Bereiche Life Science und Agrarwirtschaft die von Biotechnologie profitieren. Das wesentliche Problem der Biotechnologie sind allerdings die extrem langwierigen und ungewissen Zulassungsverfahren, die oft insbesondere für kleine Unternehmen mit nicht zu bewältigenden Kosten verbunden sind. Diese Barrieren der Biotechnologie sind in den meisten Nanotechnologie-Bereichen wie z.B. Umwelttechnologien, IT-Hardware oder Materialien eben nicht gegeben. Kleine Unternehmen können daher rasant wachsen, ähnlich wie wir das in Bereichen wie Computer oder Software erlebt haben. Auch in diesen Sektoren konnte sich ein Produkt - wenn es besser oder günstiger war - relativ schnell durchsetzen, anders als bei der Biotechnologie.
Für die von Ihnen angesprochenen großen Konzerne wie IBM wird Nanotechnologie überlebenswichtig, um mit ihren Produkten weiterhin im Markt bestehen zu können. Ein Großteil der Innovationen wird allerdings von kleinen und mittelgroßen Unternehmen kommen, die sich schon jetzt positionieren und die gerade in neuen Technologiebereichen oft flexibler und aggressiver agieren als die größeren Konzerne. Im Bereich Nanotechnologie ist schon heute absehbar, das gerade die kleinen Unternehmen die Innovationsmotoren sind.
Zustimmen kann ich Ihnen uneingeschränkt darin, dass diese kleineren Unternehmen die Großen beispielsweise für den Vertrieb etc. benötigen und dementsprechend kooperieren. Dass viele der kleinen Unternehmen auf mittlere Sicht von großen Konzernen geschluckt werden, dürfte auch selbstverständlich sein.
Thema:DAC Nanofonds - Nanotechreport
von steph
Sehr geehrter Herr Beckmann,
wie erklären Sie es sich, dass der Nanotechreport eine Jahresperformance von +33% schaffte, also fast 8x soviel wie der DAC Nanotechfonds. Dies kann doch nicht nur an den noch nicht börsennotieren Unternehmen in Ihrem Fonds liegen, dass der Fonds so schwach gegenüber dem Report abschneidet oder??
Vielen Dank
Marco Beckmann
Sie haben natürlich völlig Recht, dass dies nicht allein an den nicht-börsennotierten Unternehmen im DAC Nanotech-Fonds liegt. Es gibt eine Reihe von Gründen, die diese unterschiedliche Entwicklung erklären: Im Gegensatz zu öffentlichen Musterdepots investiert der DAC Nanotech-Fonds schwerpunktmäßig in kleine und dynamisch wachsende Werte der zweiten und dritten Reihe. Diese Unternehmen werden gegenwärtig von Anlegern noch nicht der Nanotechnologie zugeordnet, sind daher auch noch nicht „gelaufen“. Da nach strengen fundamentalen Kriterien investiert wird, stehen die Chancen gut, dass sich die Werte des DAC Nanotech-Fonds vervielfachen, sobald sich das Thema Nanotechnologie in Finanzkreisen als ernstzunehmendes Anlagethema etabliert. Für Anleger ist die aktuelle Situation daher im Moment die große Chance, zu günstigen Bewertungen einzusteigen „bevor es losgeht“.
Thema:Nanostart AG
von greg
Haben Sie Kontakt zu Nanosys, Cambrios und Zyvex?
Wird die Nanostart AG Beteiligungen an diesen Unternehmen eingehen?
von Piper
guten Tag Herr Beckmann,
ich finde es immerwieder toll, daß Sie sich die Zeit nehmen und uns unsere Fragen hier bei Nano-Invests beantworten!
hier nun meine Fragen zur NanoStartAG/DAC-Fonds.
Wieviel frei verfügbares Kapital muß in einem Unternehmen vorhanden sein, damit Sie, neben dem bereits vorhandenen Anlagevermögen und den vorhandenen technischen Innovationen, es als aussichtsreich erachten in ein solches Unternehmen zu investieren, bzw. mit wieviel Kapital sollte solch ein Unternehmen ausgestattet werden?
(vorhandenes praktisches Beispiel wäre toll)
In wie weit können Sie als Kapitalgeber auf die Entscheidungen der einzelnen Unternehmen Einfluss nehmen?
Wie regelmäßig pflegen Sie den Kontakt zu den Unternehmen?
Viele Grüße und noch einen angenehmen Arbeitstag...
Piper
Marco Beckmann
Zu allen drei Unternehmen besteht ein persönlicher Kontakt, teilweise sogar ein sehr guter. Dank unseres in New York arbeitenden Analysten sind wir insbesondere in den USA „vor Ort“ präsent und pflegen so einen engen Kontakt zur amerikanischen Nanotechnologie-Szene. Die von Ihnen angesprochenen Unternehmen würde ich übrigens im Moment zu den interessantesten Nanotechnologie-Unternehmen zählen, die allerdings auch - bei allem Respekt – gerade in Sachen Unternehmens-Kommunikation die Nanotechnologie-Szene anführen. Eine zukünftige Beteiligung der Nanostart AG möchte ich nicht ausschließen.
Hallo Piper,
Ihre Frage ist komplexer als sie auf den ersten Blick zu sein scheint: Bei den von Ihnen angesprochenen Investitionen muss man zwischen nicht-börsennotierten und börsennotierten Unternehmen unterscheiden. Bei nicht-börsennotierten kommt es dann wieder auf die jeweilige Unternehmensphase an (Seed, Early Stage, Expansion, etc.). Unsere Anforderungen für alle jeweiligen Unternehmenstypen hier wiederzugeben, würde sicher den Rahmen sprengen. Wenn Sie die Frage etwas eingrenzen könnten, werde ich sie gerne im Fragen & Antworten-Bereich der Nanostart AG hier bei Nano-invests.de beantworten.
Als Kapitalgeber haben wir in der Regel einen Einfluss, der sich an der Höhe der Beteiligung orientiert. Wir stehen den Unternehmen gegenwärtig mit Rat und Tat zur Seite, wenn es beispielsweise um Kontakte auf höchster Management-Ebene zu anderen Nanotechnologie-Unternehmen (als mögliche Kunden oder Partner) geht. Aus dem Tagesgeschäft und strategischen Entscheidungen halten wir uns gegenwärtig heraus, da die jeweiligen Unternehmen ihr Geschäft ja regelmäßig besser kennen und beherrschen. Von außen dahingehend einzuwirken (wie es viele andere Investoren tun) sollte man meines Erachtens nur in speziellen Situationen als ultima ratio.
Der enge Kontakt zu den Unternehmern ist eine Stärke der Nanostart AG, wir holen uns unsere für die langfristige Anlageentscheidung relevanten Informationen ausschließlich direkt vom jeweiligen Unternehmen und nie aus öffentlichen Quellen (wie dem Internet, Publikationen, etc.). Die Regelmäßigkeit des persönlichen Kontaktes hängt von der Beteiligungsgröße ab, sie geht von wöchentlich bis alle paar Wochen. Vor diesem Hintergrund ist anzumerken, dass wir bei relevanten Meldungen sofort mit dem jeweiligen Unternehmen in Kontakt treten.
Thema:Bionanotechnologie
von Lonestar
Hallo Herr Beckmann!
Ich möchte Sie gerne Fragen ob sie eine oder mehr Firmen kennen die im Bereich Nanotechnologie an der bekämpfung und Linderung bzw Heilung von Lungenkrankheiten wie z.B. Lungenemphysem forschen unabhängig davon ob an der Börse oder nicht!Da würde ich mich gerne mehr informieren da ich so einen Fall in der Familie habe!Für eine Antwort wäre ich ihnen sehr dankbar!
Mfg
Lonestar
Marco Beckmann
Hallo Lonestar,
meines Wissens nach testet Eiffel Technologies gerade mit Oriel Therapeutics eine entsprechende Drug-Delivery-Anwendung. Da es sich um eine sehr spezielle Anwendung handelt, kann ich Ihnen aus dem Stehgreif leider nichts über den aktuellen Entwicklungstand sagen. Am besten Sie wenden sich mit Ihrer Frage direkt an Oriel Therapeutics. Wenn Sie Interesse haben stellen wir Ihnen den Kontakt zu Oriel her, melden Sie sich bitte einfach noch einmal über unser Kontakt-Formular auf www.nanostart.de.
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