Gastkommentar
von Michael Krueger
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Flüssigkristalle in der Nanotechnologie
von Michael Krueger, Technologievorstand der nanoCrypt AG, Stuttgart
Einleitung
Nanotechnologie scheint heutzutage in aller Munde zu sein. Und das aus gutem Grund. Es hat sich eine Art Goldgräberstimmung breit gemacht, daß völlig neue, wertschöpfende Produkte aus den Entwicklungen der Nanotechnologie entstehen können. In der Tat basiert diese Einschätzung auf begründeten Fakten. So ist das größte Versprechen der Nanotechnologie, durch eine weitergehende Miniaturisierung nicht nur immer kleinere Produkte fertigen zu können, sondern neue Eigenschaften aus bekannten Materialien zu erhalten. Diese Tatsache, die einerseits ein Fluch zu sein scheint (so wird es in absehbarer Zukunft nicht mehr einfach durch Miniaturisierung möglich sein die Transistordichte und damit die Taktfrequenz von Computer-Prozessoren zu erhöhen, eben weil sich die physikalischen Eigenschaften ändern werden), könnte andererseits den Segen einer zuvor ungeahnten Fülle an Möglichkeiten bringen, bekannte Materialien in völlig neuen Anwendungen mit völlig neuen Eigenschaften zu verwenden.
Vieles wird heutzutage als Nanotechnologie verkauft, vieles zu Recht, einiges nicht ganz so begründet. Auf der anderen Seite existieren jedoch Technologien, die einem breiten Teil der Bevölkerung nicht als Nanotechnologie bekannt sind, jedoch absolut als solche anzusehen sind. Einen solchen Technologiebereich, nämlich die Flüssigkristalltechnologie, möchte ich heute in diesem Gastbeitrag vorstellen.
Ein Beitrag über Flüssigkristalle in der Nanotechnologie sollte zunächst definieren, was darunter zu verstehen ist. Was sind Flüssigkristalle? Was ist Nanotechnologie?
Beginnen wir mit der anscheinend offensichtlichen weil heutzutage vielgestellten Frage.
>> zu Teil 2: Was ist Nanotechnologie?
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