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Unternehmen Forschung Exklusiv Hintergrund Termine Literatur Impressum Unternehmen Unternehmensvorstellung: pSivida Seit dem 27.10.03 ist das australische Biotech-Unternehmen auch in Deutschland gelistet. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von nano-strukturiertem porösen Silikon zur Verwendung in medizinischen sowie Gesundheitsanwendungen spezialisiert. Lesen Sie hier die Studie: pSivida Studie ASD: Neues Material namens Quasam Das Unternehmen Atomic Scale Design (ASD) stellt eine neue Familie nanostrukturierten Materials mit dem Namen Quasam her. Es ist neben Metall, Keramik, Halbleiter und Polymere eine völlig neue Materialklasse, die belastbar wie Stahl aber so leicht wie Knochen ist. Das sich selbst organisierende Hybrid Quasam basiert auf Kohlenstoff-Nanoröhren, die ca. 5 nm lang und 2 nm breit sind. Das Material hat eine niedrige Dielektrizitätskonstante und ist thermisch sehr stabil, auch über 900° Celsius. Seine Anwendungen sind vielseitig, da es als sog. "smarte Oberfläche" agieren könnte und seine Eigenschaften auch für Halbleiter-Bauteile interessant sind. Quellen: Atomic-Scale Design (ASD): www.atomicscale.net nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=206 Intel: Kooperation mit FHCR-Zentrum/Bahnbrechende Transistortechnologie Intel und das "Fred Hutchinson Cancer Research Center" (FHCRC) gehen eine Kooperation ein und werden gemeinsam Verfahren zur Diagnose und Behandlung von Krebs entwickeln. Dafür wird Intel das "Intel Raman Bioanalyzer System" bei FHCRC installieren. Das Gerät arbeitet mit einem Laserstrahl und erzeugt mittels Raman-Spektroskopie ein Bild der chemischen Molekülstruktur von biologischen Proben. Die Kooperation soll mithelfen, die Früherkennung und Therapie von Krebs zu verbessern. Intel Forscher haben Anfang November bekanntgegeben, dass sie neue Materialien für das "Gate Dielektrikum" und "Transistor Gate" in Hochleistungs-Transistoren gefunden haben. Die neuen Materialien tragen gemeinsam zur drastischen Reduzierung von Leckströmen bei. Diese wirken sich negativ auf die Wärmeentwicklung von Prozessoren und Batterielebensdauer von Geräten aus. Ausführlich: nano-invests.de ITN Nanovation: Markteinführung der Nanopore-Filter Die Saarbrücker ITN Nanovation GmbH startet die weltweite Vermarktung ihres Hauptprodukts: Mit Nanoteilchen beschichtete Keramikfilter. Auf der »Filtech Europa«, einer Fachmesse für Filtrations- und Separationstechnologien, die vergangene Woche in Düsseldorf stattfand, sorgte die Firma mit niedrigen Preisen für Keramikfilter beim Fachpublikum für großes Aufsehen. Durch das kontinuierliche Herstellungsverfahren und durch die Beschichtung der Rohkeramik vor dem Sinterprozess sind die Produktionskosten besonders niedrig. Unter dem Markennamen Nanopore bietet das Unternehmen die Filter deshalb zu rund 30% der derzeit marktüblichen Preise für keramische Filtermembranen an. Quelle/Ausführlich: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=226 Nanoapex Corp.: Eröffnung von NanoStudent.com Die Nanoapex Corp. hat unter NanoStudent.com eine neue Internet-Plattform mit Nanotechnologie/MEMS-Informationen eröffnet. Die Website zielt auf den Bildungssektor ab und will mittels Tutorials und einer Datenbank über Universitäten und Laboratorien informieren. Quellen: NanoStudent.com / Nanoinvestornews.com / Nanoapex.com Nano-C: Neues Verfahren ermöglicht großvolumige Fullerenproduktion Bei der Herstellung von Fullerenen über die Lichtbogenmethode nutzt man hochreinen Graphitstaub als Ausgangssubstanz. Als Zwischenprodukt fällt ein Fulleren-Rohruss an, der C60 enthält und amorphen Kohlenstoff. Professor Jack B. Howard entwickelte dagegen 1991 am MIT die Verbrennungs-Synthese-Methode, bei der ein ständiger, geringer Strom an Kohlenwasserstoff bei niedrigem Druck in der "flachen" Flamme verbrennt. Howard gründete im Jahre 2001 Nano-C, um die Patente zu kommerzialisieren. Nano-C hat nun die 2. Generation des Herstellungsverfahrens vorgestellt. Quellen/Ausführlich: Nano-C, Inc., 33 Southwest Park, Westwood, MA, USA 02090: www.nano-c.com nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=225 Nanosys: DARPA-Programm Nanosys hat den Beginn der sog. Phase I des DARPA-Projektes bekanntgegeben. Das Entwicklungsprogramm hat ein Volumen von 7,2 Mio. U.S.-Dollar und zielt auf die Entwicklung einer neuen Halbleiter-Technologie auf flexiblen Substraten. Ziel sind verbesserte dielektrische Materialien und RF-Antennen. Weitere beteiligte Institutionen sind die SCIPERIO INC., "University of Texas" in Dallas und die "Penn State University" sowie das "Air Force Research Lab" (AFRL), das die Leitung des Projektes hat. Quellen/Ausführlich: Nanosys: www.nanosysinc.com nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=223 Nanogen: Zahlen für das 3. Quartal 2003 Nanogen hat seine Zahlen für das 3. Quartal 2003 bekanntgegeben. Der Umsatz betrug 1,7 Mio. U.S.-Dollar und entspricht damit dem vom 2. Quartal 2003. Gegenüber dem 3. Quartal 2002 ist der Umsatz um 12% gestiegen, damals waren es 1,6 Mio. U.S.-Dollar. Der Produkt-Umsatz im 3. Quartal 2003 lag bei 752.000 U.S.-Dollar, 14% höher als die 662.000 U.S.-Dollar im 2. Quartal 2003 und immerhin 21% über dem 3. Quartal 2002. Ausführlich: nano-invests.de www.nanogen.com NDC: Patenterteilung Das USPTO hat das Patent "Method of Using an Array of Electrodes for High-Throughput Development and Testing of Materials" der Nanomaterials Discovery Corporation (NDC) genehmigt. NDC ist der strategische Partner von CombiMatrix; beide Unternehmen entwickeln neue Nanomaterialien und Nano-Tools. NDC setzt dabei seine Erfahrung in der kombinatorischen Chemie mit Hochdurchsatzverfahren für die Entwicklung nanostrukturierter Materialien ein. Das Unternehmen wurde 2003 gegründet und hat Technologie von The Blue Sky Group Inc. (Laramie, Wyoming, USA) und eben CombiMatrix (Washington, USA) erworben. Letztere gehört zur Acacia Research Corporation (Nasdaq: CBMX: ACTG), die aus zwei operativen Gruppen besteht: Technologies Group und CombiMatrix. Quellen: NDC: www.nanomaterialsdiscovery.com Acacia Research Corporation: www.acaciaresearch.com CombiMatrix: www.combimatrix.com Oxonica: Dieselzusatz Envirox reduziert Verbrauch Das britische Unternehmen Oxonica hat bekanntgegeben, dass ab sofort Envirox kommerziell verfügbar ist. Envirox wird vom Tochterunternehmen Cerulean International hergestellt und verbessert die Effizienz der Verbrennung bei Diesel-Kraftstoff um bis zu 10%. Envirox besteht aus Ceroxid-Nanopartikeln und wird in einer Konzentration von nur 5 ppm im Diesel eingesetzt. Oxonica startete als Ausgründung der "Oxford University" im August 1999. Gründer waren Professor Peter Dobson und Dr. Gareth Wakefield. Die Firma hat sich auf fluoreszierende Nanopartikel als Biomarker und Nanopartikel für die Katalyse spezialisiert. Nanophosphorpulver wird zur billigeren und effektiveren Herstellung von selbstleuchtenden Displays genutzt. Im April 2003 hat das Unternehmen den lichtstabilen UV-Absorber Optisol vorgestellt. Oxonica hält (bzw. beantragt) ca. 31 Patente. Quellen: Oxonica: www.oxonica.com nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=203 SDK und Prof. Endo gründen Joint Venture Showa Denko K.K. (SDK) und Prof. Endo von der "Shinshu University" gründen ein Joint Venture zur Erforschung von Kohlenstoff-Materialien und -Anwendungen im Energiesektor. Die neue Firma Mefs Co. Ltd. wird sich auf F&E von Kohlenstoff-Nanofasern, speziell von mehrwandigen Röhren (MWNTs), spezialisieren. Quelle: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=201 Sequoia Pacific Research: SoilSET-Re-Veg Das Unternehmen Sequoia Pacific Research stellt das Bindemittel SoilSET-Re-Veg her. SoilSET-Re-Veg ist ein chemisch hergestelltes, flüssiges, organisches Mittel und soll sich bei der Bepflanzung mit Samen oder Hydromulch(1) und Holzfasern vermischen, um so eine Erosion des Bodens zu verhindern. Das Mittel besteht nach Firmenangaben aus einem in der Landwirtschaft gewonnenen Derivat, das mit einem anorganischen Katalysator verbunden wird. So entsteht eine Art "gebundene Faser-Matrix", die in die Erdoberfläche eindringt und dort haften bleibt. Das Mittel legt sich wie eine nasse Decke auf die Oberfläche und soll umweltverträglich sein.(2) Quellen: (1) Hierbei handelt es sich um ein pflanzliches Abdeckungsmaterial von Böden (Schutz vor Erosion, Verschlammung, Überhitzung, Kälte, Nährstoffspender, etc.). Mulch kann aus allen möglichen Materialien bestehen: Gartenabfälle, Rasen- oder Holzschnitt. (2) Sequoia Pacific Research Company, L.L.C.: www.sequoiaprc.com/reveg.asp nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=218 Veeco erwirbt TurboDisc-Geschäftsbereich von Emcore Veeco Instruments (Nasdaq: VECO) hat den Geschäftsbereich TurboDisc®, "Metal Organic Chemical Vapor Deposition" (MOCVD) vom Unternehmen Emcore erworben. Veeco zahlt 60 Mio. U.S.-Dollar in Bar. Die Transaktion beinhaltet weiterhin eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 20 Mio. U.S.-Dollar innerhalb von 2 Jahren, soweit in dieser Zeit die gesetzten Umsatzziele erreicht werden. Die Anlage in Somerset, New Jersey, USA, wird Veeco ebenso übernehmen wie die 120 Mitarbeiter von Emcore. Zusammen mit dem Geschäftsbereich Molekularstrahlepitaxie (MBE) rückt Veeco damit zum Schlüsselanbieter im Halbleiterbereich auf, da es jetzt zwei Verfahren anbieten kann. Ausführlich: nano-invests.de Forschung Abschlussbericht des TA-Projektes "NANOTECHNOLOGIE" Auf dem Gebiet der Nanotechnologie sind Deutschlands Forscher Spitze. Dies zeigt eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), die heute in Berlin vorgestellt wurde. Die bundesweit erste umfassende Übersichtsstudie spiegelt den Stand von Forschung, Entwicklung und Anwendung in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, Lebenswissenschaften und ausgewählten Industriebranchen. Sie gibt Einblick in das, was Nanotechnologie ist und kann, welche Hoffnungen in sie gesetzt werden und wie fortgeschritten diese Technologie mittlerweile ist. Mit Hilfe der Nanotechnologie werden Strukturen und Bauteile von ungefähr der tausendstel Dicke eines menschlichen Haares hergestellt. Quelle: www.tab.fzk.de Ausführlich: nano-invests.de AFM/RKM erzeugt Löcher für Nanokontakte Französische und belgische Forscher haben mit einem Rasterkraftmikroskop (AFM/RKM) Nanokontakte in einer Grössenordnung von weniger als 10 nm2 erzeugt. Sie haben die Bildung des Nanokontakts durch Messung des Widerstandes zwischen leitender Feder des RKM und einer leitenden Probe, die mit einer isolierten Schicht bedeckt ist, kontrolliert. Ausführlich: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=221 BMBF stellt neues Förderprogramm für Werkstoffforschung vor Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird über 250 Mio. Euro in die Entwicklung neuer Werkstoffe investieren und präsentiert das neue Förderprogramm WING (Werkstoffinnovation für Industrie und Gesellschaft). Erstmalig wird die klassische Materialforschung mit der Chemie und der Nanotechnologie kombiniert. Mit der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) soll WING gleichzeitig die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern. Quelle: BMBF; www.jahr-der-chemie.de DKFZ-Arbeitsgruppe: Förderung für Peptid-Chips Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt insgesamt 17 Nachwuchsforscher darin, neue grundlagenorientierte und anwendungsbezogene Forschungsansätze in den Nanowissenschaften zu bearbeiten. Einer von ihnen ist Dr. Volker Stadler. Im BMBF-Nachwuchswettbewerb "Nanotechnologie" wurde sein Konzept eines modifizierten Peptid-Chips prämiert, bei dem die Herstellung von Peptidketten für komplexe Biokatalysatoren mit der Erfassung und Speicherung von Daten kombiniert ist. Für den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe erhält der Chemiker 2,3 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren. Ausführlich: nano-invests.de
Ein Forschungsteam der "University of Delaware" um Tsu-Wei Chou hat vom "Nanoscale Interdisciplinary Research Team" (NIRT) der amerikanischen Forschungsbehörde NSF eine Förderung für ihre Forschung auf dem Gebiet der Kohlenstoff-Nanoröhren (CNT) erhalten. Zum Team gehören auch die Forscher Hai Wang und Erik Thostenson sowie Chunyu Li und Forscher vom "Boston College" und der "Northwestern University". Bisher sind die wichtigsten Eigenschaften der CNTs bekannt. Wenig erforscht sind dagegen die grundlegenden Prozess-Struktur-Eigenschaften der Röhren und ihr Verhalten bei Integration in elektronische Bauteile und Materialien. Genau das ist auch das Forschungsfeld von Tsu-Wei Chou. Quelle: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=213 Magnetologik: Der Prozessor erhält ein Gedächtnis Forscher vom Paul-Drude-Institut haben in einem Nature-Artikel ein neuartiges Konzept für einen magnetischen Arbeitsspeicher (MRAM) vorgestellt.(1) In bisherigen Chips, die etwa als Arbeitsspeicher eingesetzt werden, gehen die Informationen durch das Abschalten des Computers verloren. Die PDI-Forscher umgehen dieses Problem. Ausführlich: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=233. Mikroskope bilden elektronische Schaltgeschwindigkeiten ab G.H. Buh von der koreanischen "Seoul National University" und J.J. Kopanski vom "National Institute of Standards and Technology" (NIST) in Gaithersburg, Maryland, USA, beschreiben in Applied Physics Letters vom 22.09.2003 eine neue Methode zur Fehlersuche bei Halbleitern. Sie haben ein Rasterkraftmikroskop (AFM/RKM) mit einem Rasterkapazitätsmikroskop (SCM/RKaM) kombiniert und entsprechende Software sowie ein An/Aus-Switch für den AFM/RKM-Laser hinzugefügt. Quelle: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=209 Molekulares Skalpell im CINSaT entwickelt Forscher der Universität Kassel haben ein nur einige Nanometer großes Proteinmolekül konstruiert, das zuverlässig innerhalb einer Zelle einen kleinen operativen Eingriff vornehmen kann. Dazu benutzen sie drei Komponenten aus dem molekularen Baukasten der Natur, die mit Hilfe von gentechnischen Verfahren zu einem einzigen Werkzeug zusammengefügt wurden. Ein Ende des Werkzeugs dirigiert es zum Einsatzort in der Zelle hin. Der Mittelteil ermöglicht es den Wissenschaftlern, das Proteinmolekül in der Zelle sichtbar zu machen. Am anderen Ende befindet sich ein molekulares Schneidwerkzeug. Dieses kann Aktinstäbchen zerschneiden, die wie Knochen und Muskeln in der Zelle wirken. Das Aktinskelett hat vielfältige, unterschiedliche Funktionen in der Zelle und sorgt u.a. für deren Form und Bewegung sowie die ständig wechselnde Anordnung der Organellen innerhalb einer Zelle. Es ist deshalb offensichtlich, dass Zellen ohne Aktin nicht lebensfähig sind. Die meisten Vermutungen über die Aufgaben des Zellskeletts stammen aus Experimenten, in denen das gesamte in der Zelle vorhandene Aktin mit natürlichen Zellgiften vorübergehend gestört wurde. Damit werden alle Funktionen gleichzeitig gestört und es ist schwierig, die Einzelaufgaben des Aktins zu identifizieren. Hier hilft das zielgenaue Skalpell, das am "Center for Interdisciplinary Nanostructure Science and Technology" (CINSaT) entwickelt wurde. Es schneidet nur die Aktinstäbchen, die eine Verdauungsorganelle umgeben, in funktionslose Bruchstücke, lässt aber das übrige Zellskelett unberührt. Quellen, Text original Pressemitteilung: Anja Drengk, Jürgen Fritsch, Christian Schmauch, Harald Rühling, Markus Maniak: "A Coat of Filamentous Actin Prevents Clustering of Late-Endosomal Vacuoles in Vivo." In: Current Biology, Bd. 13(2003), Nr. 20 vom 14.10.2003, S. 1814-1819; Universität Kassel, Abteilung Zellbiologie: www.uni-kassel.de / www.current-biology.com MWNTs in Nanoflüssigkeit und verbessertes Wärmeleitvermögen Werden mehrwandige Nanoröhren hergestellt, so sind diese oftmals verwickelt und können nicht so einfach in einer Flüssigkeit verteilt werden. Huaqing Xie, Hohyun Lee, Wonjin Youn und Mansoo Choi von der "Seoul National University" in Korea haben Nanoröhren mit Salpetersäure so behandelt, dass diese ohne Schwierigkeiten abgewickelt werden konnten. Danach wurden sie in eine Flüssigkeit gegeben und es entstand so eine CNT-Nanoflüssigkeit. Sauerstoff enthaltende funktionale Gruppen wurden auf die CNT-Oberfläche aufgebracht und während dieser Behandlung wurden mehr hydrophile (wasserbindende) Oberflächen geformt. Dadurch gelang die Herstellung einer stabilen und homogenen Flüssigkeit. Die behandelten Röhren wurden erfolgreich in polare Flüssigkeiten wie destilliertes Wasser (Ethylenglykol) ohne Zusatz eines Tensids (oberflächenaktiver Stoff) verteilt. In nichtpolaren Flüssigkeiten wie das Dekan (C10H22) agierte Oleylamin als Tensid. Die Forscher stellten in der Nanoröhren-Lösung ein erhöhtes Wärmeleitvermögen fest. Eine Flüssigkeit mit nur wenigen Nanoröhren hat grundsätzlich ein höheres Wärmeleitvermögen als die Grundflüssigkeit. Durch Vergleich der experimentell gewonnenen Daten mit dem theoretischen Modell kamen die Forscher zu dem Schluss, dass das Wärmeleitvermögen der Nanoröhren-Lösung von den Grenzflächen zwischen Nanoröhren und der Flüssigkeit abhängig ist. Quelle: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=215
Savas Berber, Young-Kyun Kwon und David Tomanek vom "Department of Physics and Astronomy, Michigan State University" haben Kohlenstoff-Nanoröhren, die an einer Seite gebogen sind, als eine Art Klettverschluss eingesetzt. Die Forscher haben das Gebilde durch Einfügen eines Pentagon-Heptagon-Paares in eine (7,0) Kohlenstoff-Nanoröhre hergestellt. Ausführlich: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=236 Kunststoff-Nanotechnologie: Durchbruch Gießener TransMIT-Zentrum stellt mit Co-Elektrospinnen neuartiges Verfahren zur Herstellung von komplexen Nanoröhrchen vor. Ausführlich: www.transmit.de Oder nano-invests.de - "Kompetenzzentren". Nanostrukturiertes Polymer-Biomaterial Als natürliche Biomaterialien zur Behandlung von Gewebe- und Funktionsdefiziten haben sich Kollagen (Vlies und Gel), Hyalurnat (Vlies) oder Fibrin (Gel) bewährt. Hinzu kommen künstlich synthetisierte Materialien auf Basis der Polygykole (PGA, Dexon) und -lactide (PLGA, Vicryl). Ein Nachteil dieser Biomaterialien ist ihre mikroskalige Topographie, denn die Strukturen in natürlichen Gefäßgewebe weisen eine Struktur im Mikron- bzw. Nanometerbereich auf. Bisherige Forschungen haben auch gezeigt, dass eine Änderung der Oberflächen-Struktur im Nanometerbereich die Funktionalität der Knochenzellen verbessern kann. Die Forscher Derick C. Miller, Anil Thapa, Karen M. Haberstroh und Thomas J. Webster von der "Purdue University" haben synthetisches Polymer-Biomaterial untersucht und ein Verfahren zur Herstellung von Biomaterial entwickelt, dass Eigenschaften wie Cytokine wachstumsstimulierende Stoffe für andere Zellen besitzt. Quelle: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=208 Neues Zentrum für Nanoanalytik an der Uni Saarland eröffnet Ausführlich: www.uni-saarland.de/de/medien/2003/10/1066731748 Patent für Nanobatterie Dale Teeters, Nina Korzhova und S. Lane Fisher haben sich jetzt mit der Patentnummer U.S. Patent 6.586.133 ein Herstellungsverfahren für Nanobatterien schützen lassen.(1) Der Schutz umfaßt den Bau, den Ladungsvorgang und Test der Batterie, die derzeit 3,5 Volt liefert. 40 solcher Batterien würden in den Querschnitt eines Haares passen. Quelle: nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=248 Exklusiv Nanotechnologie-News: Auf der nano-invests.de-Startseite finden Sie nun den aktuellen News-Ticker von nano.ivcon.org. Weitere News-Ticker finden Sie unter News Ebenfalls auf der Startseite finden Sie in der linken Navigation nun den Punkt "Kompetenzzentren". Hier werden künftig Kompetenzzentren vorgestellt und Neuigkeiten hierzu veröffentlicht.
Thematische Schwerpunkte:
VentureCapital Magazin, Sonderausgabe »Nano- / Mikrotechnologie«, 76 Seiten, 30. Okt. 2003, 14,80 Euro, versandkostenfrei! www.nano-invests.de Hintergrund Grundlagenforscher verwirklichen in einem Bose-Einstein-Kondensat das erste hochparallele Quantengatter für einen Quantencomputer In neuesten Experimenten haben Münchner Grundlagenforscher vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik und der Ludwig-Maximilians-Universität eine außerordentliche Kontrolle über Materie am absoluten Nullpunkt erreicht. Dazu präparierten die Wissenschaftler um Immanuel Bloch und Theodor W. Hänsch zunächst eine Art "Rechenregister" aus einzelnen Atomen, die selbst wiederum in einem künstlichen Kristall aus Licht gefangen sind. In Nature berichten die Forscher, wie sie ein hochparalleles Quantengatter durch die kontrollierte Wechselwirkung zwischen benachbarten Atomen realisiert haben. Solche Quantengatter sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem skalierbaren Quantencomputer und eröffnen neue Perspektiven für genaueste Zeitmessungen. Im Jahr 2001 wurde der Physik-Nobelpreis für bahnbrechende Arbeiten zur Erzeugung von Bose-Einstein-Kondensaten vergeben. Das ist - neben den bisherigen vier Aggregatzuständen fest, flüssig, gasförmig und Plasma - eine völlig neuartige Form von Materie: Wenige Milliardstel Grad über dem absoluten Nullpunkt verlieren die einzelnen Atome eines Gases ihre Eigenständigkeit und verhalten sich wie ein einziges, quantenmechanisches Objekt, eine Art "Superatom". Dieses kollektive Verhalten wurde Anfang der zwanziger Jahre von dem indischen Physiker Satyendra Nath Bose (1894-1974) und Albert Einstein (1879-1955) vorausgesagt. In diesem nach seinen Entdeckern benannten Zustand, dem Bose-Einstein-Kondensat, haben alle Atome dieselben physikalischen Eigenschaften, gemeinsam besetzen sie das tiefstmögliche Energieniveau. Das Kondensat verhält sich wie eine einzige Welle, die Atome marschieren quasi im Gleichschritt. Jetzt haben Münchner Forscher die Materiewelle eines Bose-Einstein-Kondensats zunächst aufgebrochen und seine einzelnen Atome in ein Lichtgitter aus Tausenden von laserpinzetten-artigen Mikrofallen geladen. Auf diese Weise bildet sich ein so genannter Mott-Isolator-Zustand der Materie, in dem jeder Gitterplatz mit genau einem einzelnen Atom besetzt ist. Dieses Gitter mit mehr als 100.000 Atomen ist Ausgangspunkt für weitere Experimente und stellt ein ideales quantenmechanisches Rechenregister dar. Jedes einzelne Atom in diesem Gitter ist dabei ein so genanntes Quantenbit (Q-Bit) mit zwei internen Zuständen, 0 und 1. Quelle und ausführliche Darstellung: www.mpg.de Weitere Artikel Quantenphysik: ivcon.org/_tech/quantenphysik.shtml Termine
Literatur Britische Nano-Studie: Sicherheit von Nanopartikeln Im Juni 2003 teilte die "Royal Society" mit, dass sie gemeinsam mit der "Royal Academy of Engineering" im Auftrag der britischen Regierung die Vorteile und möglichen Probleme im Zusammenhang mit Nanotechnologie und -wissenschaften untersuchen wird. Quelle: www.nanotec.org.uk/ReportSep03_2.htm nano.ivcon.org/modules.php?name=News&file=article&sid=197 Vom Transistor zum Maskenzentrum Dresden Nanoelektronik für den Menschen. Oktober 2003, 28 Seiten. Elektronische Bauelemente bestimmen heute die Leistung zahlreicher technischer Produkte. Die Weiterentwicklung heutiger Mikroelektronik zur Nanoelektronik wirkt daher als Innovationsmotor für zahlreiche Technologiebereiche. Diese Broschüre beschreibt anschaulich die Bedeutung der Nanoelektronik und ihre Funktionsweise. Bestell-Nr.: 29980, PDF-Download: www.bmbf.de/pub/vom_transistor_zum_maskenzentrum_dresden.pdf Starke Impulse für die nationale Technologieentwicklung Bioregionen in Deutschland, Oktober 2003, 66 Seiten. Deutschland ist heute ein moderner Biotechnologie-Standort in Europa. Die Biotechnologie ist gemeinsam mit der Informations- und Kommunikationstechnologie ein "Schrittmacher der Neuen Technologien". Dies ist auch ein Ergebnis der Förderung durch das BMBF. Durch die Wettbewerbe BioRegio, BioProfile und BioChance wurde ein dynamischer Innovationsprozess in Gang gesetzt, der starke Impulse für die nationale Technologieentwicklung gegeben hat. Einen Überblick über die entstandenen BioRegionen gibt die vorliegende Broschüre. Bestell-Nr.: 29981, PDF-Download: www.bmbf.de/pub/bioregionen_broschuere.pdff Die BMBF-Borschüren können kostenlos bestellt werden: www.bmbf.de/brosch_743.html Ineke Malsch: VC Investment Opportunities for Small Innovative Companies Report, Nanoforum Publikation: www.nanoforum.org Studie: »SemiCap Metrology & Nano Tools Study« Lux Capital und TheInfoPro werden alle 6 Monate einen Report über Firmen und den Markt im Bereich Halbleiter-Messtechnik und Nanotools veröffentlichen: www.theinfopro.net/semicap_nano.html Impressum/Copyright Der Nano-Letter ist eine Zusammenarbeit von nano-invests.de und nano.ivcon.org. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen des Nano-Letters stellen keine Anlageempfehlung dar. Logo rechts oben auf Basis der Bilder von: FZK; Jordi Pascual; Dr.-Ing. Walter Klemm, TU Clausthal; Younan Xia und Yugang Sun, University of Washington; A. Yazdani, University of Illinois at Urbana-Champaign. |